OV Greifswald / V11

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DLØVG - Aktivitäten und Informationen

(Die Antenne nebenan kann helfen!)

Am heutigen Nachmittag (31.05.2017) fand an der Klubstation DL0VG eine Zusammenkunft mit Vertretern der Kreisverwaltung statt. Es wurde in einer offenen und ausführlichen Gesprächsrunde der Abschluss einer Kooperationsvereinbarung zwischen dem OV V11 mit seiner Notfunk-Gruppe und dem Landkreis Vorpommern-Greifswald als untere Katastrophenschutz-Behörde vorbereitet.

Anwesend waren neben 8 Mitgliedern des OV V11 der für den Katastrophenschutz zuständige Dezernent des Landkreises Vorpommern-Greifswald, Dirk Scheer und der Sachgebietsleiter Brand- und Katastrophenschutz, Mathias Kunicke. Wir rechnen mit einer Unterzeichnung der Vereinbarung noch vor Beginn der Sommerferien.

Am 20. Mai 2017 von 14:00 bis 16:00 UTC fand die erste grenzübergreifende Notfunkübung „LIGHTNING 2017“ zwischen den Anrainerstaaten der Oder, Polen und Deutschland, statt.

Die Übung wurde von Przemek, SQ8NYB und Mike, DJ9OZ für den grenzüberschreitenden Verkehr (tactical net control) mit zwei nationalen Leitstationen, SPØMASR in Krakau und DAØEC in Berlin geplant. Lokale Leitstationen für den nationalen Verkehr (local net control) im jeweiligen Land sorgten für die regionale Abdeckung.
In DL waren die an die Oder angrenzenden Distrikte V (Mecklenburg-Vorpommern) und S (Sachsen) mit den Leitstationen DLØVG und DLØGRH vertreten.
Thorsten, DL2NTE vom OV Greifswald V11 hatte zusammen mit DO2VI die nördliche Leitstation DLØVG besetzt und über VHF und UHF direkt oder über Relais Verbindung zu weiteren vier Stationen in Mecklenburg-Vorpommern. DF2TG hielt zusätzlich über das Winlink 2000-Netz den Kontakt zu DAØEC.
In Sachsen hatte Marcel, DO2GRH vom OV Großenhain S18 mit der Clubstation DLØGRH die local net control im Süden übernommen und war über VHF und teilweise parallel auf KW zu ebenfalls vier weiteren Stationen bis nach Chemnitz verbunden.

Der Verkehr zwischen Polen und Deutschland fand auf 80m und alternativ auf 40m statt, die Verbindung zwischen den Leitstationen in DL auf 80m. Es war geplant, nach der IARU-Prozedur und mit entsprechenden Nachrichtenformularen zu arbeiten, die aber auf der polnischen Seite offenbar nicht bekannt war.
Großen Einfluss auf den geplanten Ablauf der Übung hatten heftige Gewitter im Bereich Krakau bei der polnischen Leitstation SPØMASR. Durch QRN war der Verbindungsaufbau zwischen DAØEC in Berlin und der polnischen Leitstation SPØMASR in Krakau verzögert und während der gesamten Übung problematisch. Erst als SP5MASR, die lokale Leitstation in der Nähe von Warschau, als Relaisstation QSP machte, war die Übertragung von Meldungen möglich. Über SP5MASR wurden mehrere Meldungen empfangen und gesendet. Durch mehrfachen Bandwechsel wurde versucht, eine bessere Direktverbindung herzustellen. Leider fehlte dadurch die Zeit, innerhalb Deutschlands zwischen den lokalen Leitstationen und DAØEC Meldungen auszutauschen. Der Verständigungsverkehr zwischen allen deutschen Stationen war ohne Probleme, so dass Funktelegramme hätten übertragen werden können. Das Winlink-Netz hat sich wieder einmal als zuverlässige Verbindung zwischen DF2TG in der Nähe von Greifswald und DA0EC in Berlin erwiesen.

Fazit aus Sicht des Übungsplaners und Operators der deutschen Leitstation DAØEC:

  1. Die erste grenzüberschreitende Übung zwischen Polen und Deutschland war im Wesentlichen erfolgreich.
  2. Die Planung einer so umfangreichen und vielschichtigen Übung muss mindestens drei - besser vier – Wochen vor der Übung abgeschlossen und allen Interessierten bekannt gegeben werden.
  3. Ein einziger Operator in einer zentralen Leitstation für internationalen und nationalen Verkehr ist überfordert. Bei dem in dieser Übung vorgesehenen Ablauf müssen mindestens zwei Stationen - eine für DL-Verkehr, eine für internationalen Verkehr - parallel besetzt werden.
  4. Für Kurzwellenbetrieb sind wegen wechselnder Ausbreitungsbedingungen mindestens zwei Frequenzbänder vorzusehen. Ein Frequenzwechsel (Frequenz, Uhrzeit und Rückkehrzeit) muss allen betroffenen Stationen bekannt sein und eingehalten werden.
  5. Die IARU-Prozedur muss bei allen Stationen bekannt gemacht und die Übertragung von Meldungen möglichst vorher trainiert werden.

Für die Teilnahme an der Übung wird allen beteiligten Stationen gedankt, insbesondere den regionalen Organisatoren Marcel, DO2GRH und Thorsten, DL2NTE.

Mike, DJ9OZ (29.5.2017)

Abschlussbericht zum Contest- und Ausbildungswochenende  => Link

Gemeinsames Ausbildungswochenende mit den Katastrophenschutz-Helfern, der Notfunk-Gruppe im OV V11 und dem Contest-Team DF5A in Ludwigsburg.
Thema war Notfunk und wie können Funkamateure helfen und Unterstützung leisten.
Zusammen wurden die Antennen aufgebaut und die Stromversorgung gesichert. An Beispielen von Funkverbindungen wurde gezeigt, mit welcher Technik und welchen Betriebsarten Funkamateure Informationen übertragen können.
Der Contestbetrieb zum IARU Region 1 Fieldday in SSB startete dann 13:00 Uhr UTC. Auch hier arbeiten Funkamateure in Europa unabhängig vom Stromnetz unter feldmäßigen Bedingungen mit dem Ziel, viele Funbkverbindungen (QSO`s) zu anderen Stationen herzustellen.
Wir erreichten 320 Stationen in 67 Länder.

Die Meinung aller Beteiligten ist, dieses sollte nicht die letzte gemeinsame Aktivität sein! 
Auch die OZ berichtete am 05.09.2016 über diese gemeinsame Aktivität.

Der OV V11 hat die Teilnahme am IARU-SSB-Fieldday als Anlass genommen, um einmal wieder auf unsere Aktivitäten aufmerksam zu machen. Gemeinsam mit der Notfunk-Gruppe des OV V11, dem Contest-Team DF5A und Katastrophenschutz-Helfern werden wir ein Ausbildungswochenende zum Thema Notfunk gestalten.

„Blackout“ im ganzen Land – Notfunk ersetzt bei Übung zusammengebrochene Kommunikationsnetze
 => Funkamateure unterstützen Behörden bei Großschadenslagen und Katastrophen