OV Greifswald / V11

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Amateurfunk ist auch Kommunikation in der Not

DLØVG - Wenn sonst nichts mehr geht


Funkamateure sind in der Lage, auch dann noch Verbindungen herzustellen, wenn Telefon, Handynetze, Internet und sogar das Stromnetz ausgefallen sind. Mit Telegrafie-, Sprech-, Fernschreib-, Daten-, Bild- und Videofunkverbindungen unterstützen sie in Not- und Katastrophenfällen die Bevölkerung und Behörden. Bei allen größeren Katastrophen haben sie geholfen: Sturmflut Hamburg, Schneekatastrophe Schleswig-Holstein, Stromausfall Münsterland, Lawinenunglück Galtür, Erdbeben in Italien, Haiti, Neuseeland oder Tsunami in Thailand, Indonesien, Japan.

Am Samstag den 27. Januar fand in der Feuerwehrtechnischen Zentrale eine interessante Ausbildungsveranstaltung statt. Eingeladen hatte der Technische Trupp der TEL Mitte (uns bestens bekannt von den Fieldday-Contesten) auch die Mitglieder der Notfunk-Gruppe V11 und Vertreter des THW-Ortsverbandes Stralsund. Hauptthema des Tages waren Möglichkeiten zur Übertragung von Nachrichten und deren technische Umsetzung bei Ausfall der normalen Kommunikationswege.

Die aus Stralsund angereisten Vertreter der Fachgruppe Führung und Kommunikation des THW-Ortsverbandes gaben einen sehr interessanten Einblick in die technischen Möglichkeiten dieser Spezialeinheit. Von drahtgebundener OB-Telefonie über verschiedene Funkanwendungen bis hin zur Richtfunkverbindung im GHz-Bereich findet man hier die gesamte Bandbreite an Technik vor, die natürlich auch beherrscht werden muss.

In Sachen Notfunk konnten dabei auch weitere Schritte in der Zusammenarbeit besprochen werden. Zukünftig soll die Verbindung aller Geschäftsstellen des THW-Landesverbandes untereinander über ein Kurzwellen-Funknetz ermöglicht werden. Grundlage dafür bildet die Initiative des Referenten für Notfunk im Distrikt Schleswig-Holstein. Erste Absprachen und Treffen gab es dazu bereits in der Vergangenheit.

Die technische Umsetzung soll dabei durch die aktiven Notfunk-Gruppen der DARC-Distrikte M, E und V realisiert und erprobt werden. Wir werden dabei als Notfunkgruppe des OV V11 die Ausrüstung am Standort Stralsund umsetzen.

Weitere Pläne für die Zukunft konnten auch geschmiedet werden: In diesem Jahr werden wir neben dem inzwischen obligatorischen Fieldday-Contest im September eine weitere Funkübung in der ersten Jahreshälfte gemeinsam mit den Funkern des Katastrophenschutzes durchführen.

Auch im Jahr 2017 wurde vom 02. bis 03.09. wieder eine gemeinsame Notfunkübung des DARC-OV V11 Greifswald mit Kräften der Technischen Einsatzleitung des Katastrophenschutzes des Landkreises in Ludwigsburg durchgeführt.
Der Fieldday-Contest ist immer ein angemessener Anlass für diese Aktivität, da alle portablen Stationen unter Notfunkbedingungen arbeiten müssen. Die Contestbedingungen schreiben folgendes vor:

  • Der IARU-Region-1-Fieldday dient der Förderung des vom Stromnetz und festen Antennenanlagen unabhängigen Amateurfunkbetriebes.
  • Die Entfernung zum nächsten Netzanschluss oder bewohnten Gebäude muss mindestens 100 m betragen. Die Stromversorgung der Fieldday-Station darf nicht aus dem Stromnetz erfolgen

Treffpunkt war am 02.09. gegen 9:00 Uhr in Ludwigsburg. Dieses Jahr wurde die Conteststation im ELW2-K eingerichtet. Gemeinsam wurden alle notwendigen technischen Gerätschaften aufgebaut, wie Antenne, Stromgenarator, Erdung, Funkstation und Entfaltung des ELW2-K. Im Gegensatz zur Technik der Einsatzleitung des Katastrophenschutzes gab es natürlich (wie fast immer) Computerprobleme an der Conteststation ... die CATze wollte nicht ... hi ... und auch wie immer war alles zum Contestbeginn einsatzbereit.

Da sich im vergangenen Jahr unser Ortsverband V11 mit seinen technischen Möglichkeiten vorgestellt hatte, erläuterte Ronny (Truppführer des Technischen Trupps) in diesem Jahr die Aufgaben der Technischen Einsatzleitung des Katastrophenschutzes. Er zeigte uns Funkamateuren in einem ausführlichen Vortrag das Tätigkeitsspektrum - beginnend mit den technischen Voraussetzungen und Möglichkeiten, der Verantwortung der Einsatzkräfte für eine sichere Kommunikationsverbindung und den personellen Ansprüchen an diese Einsatzkräfte auf. In weiteren Gesprächen und Diskussionen konnten danach auch viele Fragen beantwortet und Ideen für die weitere Zusammenarbeit entwickelt werden. Vielen Dank an Ronny und seinen Mitstreitern für die prima Zusammenarbeit - alle machen es ehrenamtlich! Gegen 16:00 Uhr traf noch ein weiterer ELW2-K aus Greifswald ein.
Allen Beteiligten hat es wieder viel Spass bereitet und man konnte auch wieder einiges voneinander lernen. Die nächste gemeinsame Übung ist bereits für nächtes Jahr vorgesehen.

Der für den Katastrophenschutz zuständige Dezernent des Landkreises Vorpommern-Greifswald, Dirk Scheer und der Vorsitzende des Ortsverbandes Greifswald V11, Roland Starke-DL9GMN unterzeichneten heute am 2. August 2017 eine innovative Kooperationsvereinbarung über die Zusammenarbeit im Katastrophenschutz.

Die Presse wurde vorab durch die Pressesprecherin des Landkreises informiert und ein gleichlautender Beitrag auf der Homepage des Landkreises veröffentlicht. Interesse bekundete sogar DPA und so waren wir den ganzen Tag Thema in den Nachrichten des NDR-Regionalprogrammes aus MV. Vor Ort war u.a. auch eine Vertreterin der Ostsee-Zeitung, der Beitrag wird morgen erscheinen. 

An der Notfunk-Klubstation wurde die Ausrüstung vervollständigt:

Digitale Sendearten und RMS-Express für das WinLink-Netzwerk wurden mit dem KW-Notfunkkoffer und Laptop erfolgreich konfiguriert und praktisch erprobt.

Damit verfügen wir jetzt in Gützkow über eine voll einsatzfähige portable Notfunkausrüstung für Kurzwelle.

Con - DM5AA

Optimierung der NVIS-Antenne und Erprobung mit dem Notfunkkoffer DL0VG.

Die Antenne kann jetzt ohne zusätzlichen Tuner betrieben werden und die Messergebnisse zeigen Resonanz in den Bändern. Ein erfolgreicher Nachmittag in Gützkow.

Con - DM5AA - 14.06.2017